Boboli-Garten
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Pitti-Palast
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Kurzinfo
Eingang von: Palazzo Pitti, Piazza Pitti 1.
Öffnungszeit: November-Februar: 8,15-16,30 Uhr; März: 8,15-17,30 Uhr; April, Mai, September, Oktober: 8,15-18,30 Uhr; Juni-August: 8,15-19,30 Uhr. Am ersten und vierten Montag im Monat geschlossen.
Eintritt: Euro 6. Gültig für 3 Tage auch für Museum der Porzellan, Silbersammlung, Galerie der Kostüme und Bardini-Garten.

Der Boboli-Garten gehört zum Palazzo Pitti und zählt zu den größten Parkanlagen von Florenz (45.000 qm.); er ist ein hervorragendes Beispiel italienischer Garten aus dem 16. Jahrhundert.

Geschichte - Im Vordergrund

 Geschichte


Das Wort «Boboli» stammt vielleicht aus dem Name der Familie (Borgoli oder Borgolini), die das Land besaß auf dem der Garten entstand. Es fehlen sichere Angaben über die Zeit zwischen 1469 (als der ursprüngliche Pitti-Palast vollendet wurde) und 1549 (als Eleonora von Toledo, Gemahlin von Cosimo I. de' Medici, Palast und Garten kaufte).
Nachdem die Medici den Pitti-Palast als ihre Residenz gewählt hatten, wurde der Garten schon im Jahr 1550 renoviert, erst unter der Leitung von Tribolo, dann von Ammannati, Buontalenti und von Giulio und Alfonso Parigi. Dieser vollbrachte im Jahr 1634 das große Amphitheater, wo 1637 Schauspiele für die Ehe von Ferdinando II. de' Medici veranstaltet wurden.

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In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der Garten umgestaltet: Man baute den Piazzale delll'Isolotto mit dem Teich und dem Ozeanbrunnen (von Giambologna) und die Alleen und Plätze des Gartens wurden mit zahlreichen Statuen von Hirten und Bauern geschmückt.
Als die Lothringer nach Florenz kamen (1739) wurde der Boboli-Garten von dem Architekt Jadot renoviert, der auch in Schönbrunn tätig war. 1766 wurde der Garten von Pietro Leopoldo von Lothringen dem Publikum eröffnet: In dieser Zeit baute der Architekt Zanobi del Rosso den Rokoko-Pavillon "Kaffeehaus" und fügte auch römische Statuen der Gartenausstattung zu.
Zu Napoleons Zeit wurde Boboli teilweise nach dem englischen Geschmack umgebaut; nach dem Rückkehr der Lothringer, brachte Ferdinando III. den Garten zur ursprünglichen Lage zurück und führte neue Pflanzen- und Bäumetypen in Boboli ein.
Als Florenz Hauptstadt Italiens war (1865-1871), wurde Palazzo Pitti königliche Residenz. Der Boboli-Garten blieb aber unverändert; im 20. Jahrhundert fanden im Garten zahlreiche Konzerte und Aufführungen statt: Zum Beispiel, ein Konzert im Amphitheater mit Dirigent Pietro Mascagni (1906) und Veranstaltungen des Maggio musicale fiorentino (seit 1933), wie die Aufführung der Oper Euridice von Jacopo Peri unter der Leitung des großen Regisseurs Franco Zeffirelli (1960).
1980 sind die Fresken in der Grotte des Buontalenti restauriert worden.

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 Im Vordergrund


Boboli verbindet in sich Kunst und Natur: unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten im Garten kann man folgende erinnern:
Der Amphitheater, der vor kürzer Zeit restauriert wurde;
Die Grotte des Buontalenti: Sie befindet sich am Ausgang von Piazza Pitti und wurde in den Jahre 1583-88 erbaut. Die Grotte besteht aus drei Räumen, in denen Statuen zu sehen sind, welche Szenen der griechischen Mythologie darstellen: Es handelt sich um Werke von Baccio Bandinelli (Ceres und Apollo), Gianbologna (Venus) und Vincenzo Rossi (Paris und Elena) und um Kopien der Gefangenen von Michelangelo. Der dritte Raum ist mit Fresken von Bernardino Poccetti geschmückt;
Der Piazzale des Isolotto: Vom Amphitheater beginnt der Viottolone, eine lange und breite Allee mit Zypressen, die zum Piazzale des Isolotto führt. Dieser wurde im Jahre 1618 nach einem Entwurf von Giulio und Alfonso Parigi begonnen und hat seinen Name von der kleinen Insel (Isolotto) im Teich in der Mitte des Platzes. Der Teich ist mit Blumen, Bäumen und Zitronenpflanzen geschmückt; dort befinden sich Statuen von Perseus und Andromeda (aus der Schule des Buontalenti) und eine Kopie des Brunnens des Ozeans, von Giambologna.

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