Kirche von San Miniato al Monte
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Kurzinfo
Eingang von: Via di San Miniato al Monte.
Öffnungszeit: Feiertags: 8-19 Uhr; Werktags: 8-12,30 Uhr; 14-19 Uhr.
Eintritt: Frei.

Die Kirche von San Miniato al Monte zählt zu den bedeutendsten romanischen Gebäuden von Florenz und befindet sich auf dem Hügel («Monte») hinter dem Piazzale Michelangelo.
Zusammen mit dem erzbischöflichen Palast und dem monumentalen Friedhof bildet sie einen einzigartigen Komplex.

Geschichte - Im Vordergrund

 Geschichte


Der Überlieferung nach entstand die Kirche auf dem Platz, wo der geköpfte Märtyrer Miniato (3. Jahrhundert) seinen eigenen Kopf im Rennen brachte.
In karolingischer Zeit ist hier ein Oratorium bezeugt, der Bau der Kirche wurde aber im Jahr 1013 vom Bischof Ildebrando begonnen und erst 1063 mit der Unterstützung Kaisers Heinrichs 2. vollendet.
Die Kirche gehörte den Kluniazenser Mönchen; ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts nahmen in San Miniato die Olivetaner Mönche ihren Sitz: Sie blieben dort bis 1553 und kamen erst 1924 nach San Miniato zurück.
Im Jahr 1499 stürzte der Glockenturm ab und wurde nach einem Entwurf von Baccio d'Agnolo wiederaufgebaut; während der Belagerung im Jahr 1530 verwandelte Michelangelo den Kirchenkomplex in eine Festung und stellte einige Geschütze auf dem Glockenturm.


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Im Jahr 1868 wurden nach Entwurf von Nicola Matas der monumentale Friedhof und das Treppenwerk gebaut, das die Kirche mit den Alleen verbindet und zum Piazzale Michelangelo führt.

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 Im Vordergrund


Fassade: Die Fassade ist mit geometrischen Feldern aus weißem und grünem Marmor geschmückt; auf dem Giebel ist das Wappen der Zunft der Calimala, die ab 1228 die Kirche verwaltete: Es handelt sich um ein Adler mit einem Stoffball in den Klauen.
Innenraum: Die dreischiffige Kirche hat einen gefärbten Dachstuhl; der Boden ist mit Einlegearbeit aus grünem und weißem Marmor geschmückt. Im Hauptschiff befindet sich die Ädikula von Michelozzo (1428), ihre Tonnengewölbe ist mit glasierter Terrakotta verziert. Die Ädikula enthält eine Tafel von Agnolo Gaddi (1395) mit den Heiligen Gualberto und Miniato, der Verkündigung und Szenen aus der Passionsgeschichte.br/> Im Presbiteriumsind die marmorne Brüstung und der Kreuz aus Terrakotta zu erwähnen: Die erste ist mit Intarsien versehen, der zweite wird Luca della Robbia zugeschrieben. Vom Presbyterium kommt man in die Sakristei: Sie besteht aus einem Raum mit Kreuzgewölbe (umg. 1385), welche mit Sternen auf blauem Grund und Fresken von Spinello Aretino (Leben des Hl. Benedetto - Ende des 14. Jahrhunderts) geschmückt ist. Unter dem Presbiterium befindet sich die Kapelle des Kruzifixes, ein Werk von Michelozzo (1447-48) im Auftrag von Piero di Cosimo de' Medici: Hier sollte der Kreuz des Heiligen Giovanni Gualberto ausgestellt werden, des Gründers des vallombrosaner Ordens.
In der Apsis: Die Kuppel ist mit einem großen Mosaik geschmückt, das Jesus im Thron darstellt. Das Mosaik stammt aus dem 12. Jahrhundert, ist aber mehrmals im Laufe der Zeit restauriert worden.
Die Krypta (aus dem 12. Jahrhundert) ist durch 36 Säulen in sieben Schiffe aufgeteilt. Diese kleinen Säulen stammen aus römischen Gebäuden.
Im rechten Kirchenschiff kann man verschiedene Fresken aus dem 12.-13. Jahrhundert sehen; aus dem linken Kirchenschiff kommt man in die Kapelle des Kardinals von Portugal (1473), die Antonio Manetti zugeschrieben wird. Die Kapelle wurde im Gedächtnis des Kardinals Jacopo von Lusitanien gebaut, der 1459 in Florenz starb: In der Kapelle befinden sich glasierte Terrakotta von Luca della Robbia, Fresken von Alessio Baldovinetti und eine Altartafel von Antonio und Piero del Pollaiolo. Das Grabmal des Kardinals ist ein Werk von Bernardo Rossellino.

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